Das Hansen-Haus in voller herbstlich-winterlicher Pracht mit Teich und Wiese am 12.12. 2015 - ca. 14 Tage vor der endgültigen Schließung.
Trotz aller Proteste, Gegenargumente, Unterstützung und Resolutionen beschloss der Gewerkschaftsrat am 10.3.2015 nämlich, das Heinrich-Hansen-Haus zum 31.12. 2015 zu schließen. Es gebe ganz in der Nähe (gemeint war das „Bunte Haus“ in Bielefeld-Sennestadt in ca. 15 km Entfernung) noch ein weiteres Haus der Gewerkschaft mit ähnlichem Charakter, das ebenfalls nicht ausgelastet sei und sich finanziell nicht selbst trage. Das Betreiben von zwei unterstützungsbedürftigen Häusern dieser Art so nahe beieinander sei für die Gewerkschaft nicht verantwortbar. Die Verdi-Zentrale befürwortete daher gegenüber dem endgültig beschließenden Gewerkschaftsrat eine Schließung des Hauses zum Ende des Jahres 2015, und der Gewerkschaftsrat folgte diesem Vorschlag.
Aufgrund der vielen Proteste räumte der Gewerkschaftsrat in der Sitzung im März der Initiative in Hörste aber eine „Gnadenfrist“ ein: Der Beschluss zur Schließung blieb grundsätzlich bestehen, aber falls sich bis zur alles entscheidenden Sitzung im Mai herausstellen sollte, dass es zur Minderung der Gesamtkosten für die Gewerkschaft eine erhebliche Finanzhilfe „von außen“ (also beispielsweise über einen Förderverein) oder andere Möglichkeiten der Kostensenkung geben sollte, solle die Entscheidung noch einmal überdacht bzw. auch zurückgenommen werden. Die Rede war von ca. einem Drittel der Gesamtkosten, also hätte eine Summe von ungefähr 1,5 Millionen € aufgebracht werden müssen.
Mitarbeitende von Verdi, der Betriebsrat und andere Personen begannen sehr schnell damit, ein Konzept zu entwickeln und Geld einzusammeln. Dazu wurde ein „Verein der Freunde und Förderer der Bildungsstätte Lage“ gegründet. Bis Ende April hatte man ca. 150.000 € zusammen, aber das reichte natürlich nicht. Zuletzt hatte man ca. 230.000 € zusammen, aber auch das reichte natürlich längst nicht.
In seiner Sitzung vom 10. Mai 2015 beschloss der Gewerkschaftsrat von Verdi in Berlin mit 70 zu 12 Stimmen die endgültige Schließung des Heinrich-Hansen-Hauses in Hörste zum 31.12.2015. Von der Schließung direkt betroffen waren etwa 25 Beschäftigte. Ab dem 1. Januar 2016 war das Haus geschlossen und hat danach Jahre lang leer gestanden.
Der LZ-Redakteur Wolfgang Becker sprach in seinem Kommentar vom 14./15.5. 2015 von einer „eiskalten Entscheidung“. Der Gewerkschaftsspitze wirft er vor: „Von Anfang an stand für sie die Schließung fest, Interesse an Alternativen bestand niemals. Das wirft ein schlechtes Licht auf die Gewerkschaft, die sich in diesem Fall nicht anders darstellt, als die oft von ihr angegangenen Konzerne, denen sie vorhält, gewinnorientiertes Handeln sei ihnen wichtiger als das Wohl ihrer Mitarbeiter“.
So weit bis hierher über die Stationen des Ablaufs - ein weiterer (letzter) Artikel wird noch folgen, und zwar über verschiedene Einschätzungen der Notwendigkeit bzw. Nicht-Notwendigkeit der Schließung.
Trotz aller Proteste, Gegenargumente, Unterstützung und Resolutionen beschloss der Gewerkschaftsrat am 10.3.2015 nämlich, das Heinrich-Hansen-Haus zum 31.12. 2015 zu schließen. Es gebe ganz in der Nähe (gemeint war das „Bunte Haus“ in Bielefeld-Sennestadt in ca. 15 km Entfernung) noch ein weiteres Haus der Gewerkschaft mit ähnlichem Charakter, das ebenfalls nicht ausgelastet sei und sich finanziell nicht selbst trage. Das Betreiben von zwei unterstützungsbedürftigen Häusern dieser Art so nahe beieinander sei für die Gewerkschaft nicht verantwortbar. Die Verdi-Zentrale befürwortete daher gegenüber dem endgültig beschließenden Gewerkschaftsrat eine Schließung des Hauses zum Ende des Jahres 2015, und der Gewerkschaftsrat folgte diesem Vorschlag.
Aufgrund der vielen Proteste räumte der Gewerkschaftsrat in der Sitzung im März der Initiative in Hörste aber eine „Gnadenfrist“ ein: Der Beschluss zur Schließung blieb grundsätzlich bestehen, aber falls sich bis zur alles entscheidenden Sitzung im Mai herausstellen sollte, dass es zur Minderung der Gesamtkosten für die Gewerkschaft eine erhebliche Finanzhilfe „von außen“ (also beispielsweise über einen Förderverein) oder andere Möglichkeiten der Kostensenkung geben sollte, solle die Entscheidung noch einmal überdacht bzw. auch zurückgenommen werden. Die Rede war von ca. einem Drittel der Gesamtkosten, also hätte eine Summe von ungefähr 1,5 Millionen € aufgebracht werden müssen.
Mitarbeitende von Verdi, der Betriebsrat und andere Personen begannen sehr schnell damit, ein Konzept zu entwickeln und Geld einzusammeln. Dazu wurde ein „Verein der Freunde und Förderer der Bildungsstätte Lage“ gegründet. Bis Ende April hatte man ca. 150.000 € zusammen, aber das reichte natürlich nicht. Zuletzt hatte man ca. 230.000 € zusammen, aber auch das reichte natürlich längst nicht.
In seiner Sitzung vom 10. Mai 2015 beschloss der Gewerkschaftsrat von Verdi in Berlin mit 70 zu 12 Stimmen die endgültige Schließung des Heinrich-Hansen-Hauses in Hörste zum 31.12.2015. Von der Schließung direkt betroffen waren etwa 25 Beschäftigte. Ab dem 1. Januar 2016 war das Haus geschlossen und hat danach Jahre lang leer gestanden.
Der LZ-Redakteur Wolfgang Becker sprach in seinem Kommentar vom 14./15.5. 2015 von einer „eiskalten Entscheidung“. Der Gewerkschaftsspitze wirft er vor: „Von Anfang an stand für sie die Schließung fest, Interesse an Alternativen bestand niemals. Das wirft ein schlechtes Licht auf die Gewerkschaft, die sich in diesem Fall nicht anders darstellt, als die oft von ihr angegangenen Konzerne, denen sie vorhält, gewinnorientiertes Handeln sei ihnen wichtiger als das Wohl ihrer Mitarbeiter“.
So weit bis hierher über die Stationen des Ablaufs - ein weiterer (letzter) Artikel wird noch folgen, und zwar über verschiedene Einschätzungen der Notwendigkeit bzw. Nicht-Notwendigkeit der Schließung.
[Foto: Privatbesitz]